Moin moin,

Ich möchte euch herzlich willkommen heißen bei meinem aller ersten Projektbericht. Dieses befasst sich mit einem kleinen Displaystück das ich auf der Hamburger Tactica 2017 begonnen habe und es über die Tage fortlaufend gewachsen ist und nur wenige Tage später auch bereits beendet war.

Die Idee war es eine post-apocalyptische Szene zu bauen die einem direkt sagen sollte „Hey! Das stammt doch aus dem Fallout Universum!“ Die Miniatur die ich dafür ausgewählt habe kann wohl nicht besser passen als ein Soldat in der serientypischen Power Armor!

Begonnen habe ich alles mit dem Aufbringen von Milliput auf einen 40mm Würfel. Anschließend habe ich Schieferplättchen in das Milliput gedrückt und mit einem Stück Schiefer etwas Struktur in die offenen Milliputstellen gedrückt. Das Ganze bewirkt eine Homogenität die ohne das Texturieren falsch aussehen würde und sich nicht wirklich in das Geschehen einschmiegen könnte. Als nächsten Schritt habe ich etwas Stacheldraht genommen und es in das noch formbare Milliput gedrückt und eine Art halben Kranz um die Mitte des Displays gebaut, daraufhin habe ich gleich darauf die Mini einmal zur Probe auf die Base gestellt und geprüft ob alles so passt wie ich es mir vorgestellt habe.

Ich habe darauf geachtet das Milliput etwas über den Rand schauen zu lassen, damit ich es nach dem Trocknen mit Schleifpapier glatt schleifen konnte. Der nächste Schritt für mich war das hinzufügen von getrockneten Wurzeln und Erde um dem Display etwas mehr Detail und Lebendigkeit zu verleihen, so lebendig wie eine verstrahlte Umgebung sein kann.

Auf weitere Kritik meiner Mitpiraten entschloss ich der Base mehr 3D Wirkung zu geben und nutze einfach zwei Spieße die ich erstmal etwas anspitzte nach unten hin, den Boden mit dem Bohrer vorbereitete und sie anschließend im Erdreich versinken ließ. Zu Beginn war ich sehr von Roman Lappats „Sanctuary“ inspiriert was die Spieße anging und wollte ebenfalls eine Art Schrottturm bauen, ließ es aber sein und blieb bei meiner Wäscheleine. Die Basis für die Wäscheleine würden die Spieße werden, die Leine führte zur  späteren Namensgebung, die Leinen baute ich aus zwei verschieden dicken Fäden die ich um die Spieße herum befestigte und mit Sekundenkleber letztendlich an der Stelle befestigte. Das Handtuch habe ich mir aus einer Papiertischdecke ausgeschnitten und mit Leim und Wasser in die Richtige Form gebracht. Das Papier habe ich damals bei Edeka für kleines Geld gekauft… Besonders tricky fand ich aber die Klammer, bei der ich mir den Kpf etwas zerbrochen habe, da ich sie nicht befestigt bekommen habe. Gemacht ist sie aus einem sehr dünnen Stück Plastik das ich in der Mitte mit dem Messer vorsichtig durchschnitt und aufspreizte.

Ab diesem Punkt war alles vorbereitet und ich konnte alles grundieren!  Beim grundieren entschied ich mich für eine 2k Grundierung und arbeitete bei der Base besonders die Steine heraus, da diese beim nächsten Schritt mit Cam. Pale Brown 71.035 von Vallejo Model Air nur ganz dünn besprüht werden sollten um eine Transparenz zu ermöglichen. 

Wie man sehen kann, zog ich den Fokus noch besonders in die Mitte der Base, beim Soldaten war der Fokus auf den Oberkörper und das Gesicht konzentriert.

Hier das Ergebnis von nur der ersten Farbschicht der Base, man erkennt deutlich, dass alle Stellen die zuvor mit dem weiß besonders gesprüht waren, jetzt besonders herausstechen.

Folgend trug ich weitere Töne auf und arbeitete alles etwas heraus… Tatsächlich kann man sagen, dass ich mich nicht wirklich angestrengt habe, da alles weitere was ich mit dem Stein getan habe, 2-3 Lasuren mit Hull Red 71.039 von Vallejo Model Air in Richtung Kanten gezogen habe und die Kanten mit einem Palled Witch Flesh von GW gebürstet habe. Dabei sollte man aber aufpassen das man es nicht zu kräftig aufträgt und man die Wirkung damit zerstört…

Die Base wurde anschließend beendet und mit einigen Pigmenten versehen. Ich habe dafür ein rötliches Umbra genommen das ich in meinem örtlichen Kunstgeschäft günstig erworben habe, persönlich bin ich aber auch der Meinung das solche Pigmente völlig ausreichen und das Kaufen von teuren Pigmenten von bekannten Marken sich nicht allzu lohnt, da das Preis-Leistungsverhältnis im Kunstbedarf besser ist.

Bei mir passiert es oft, dass ich bei einem Projekt so sehr vertieft bin das ich das Abfotografieren oft vergesse und so kann ich nur einen sehr weiten Stand meines Soldaten zeigen… Das Grün habe ich so wie die Base dünn aufgesprüht und mit vielen braunen und dunkelgrünen Lasuren gearbeitet… Ich mag es sehr, bevor ich die Pigmente auftrage, bereits an den Füßen mit vielen dünnen Schichten der dunkelsten Farbe der Base nach unten hin zu lasieren, da ich so die Verbundenheit der Miniatur und der Base erreiche. Zwar kann das einfach nur ein verrückter Gedankengang meiner Seits sein und ich denke mir das nur, dass es was bringt, doch bisher war ich sehr zufrieden mit dieser Methode.

Und da sind wir bereits zum Schluss gekommen… Alle Teile wurden noch einmal kontrolliert und ich habe die Miniatur auf der Base montiert. Gefolgt sind die bereits angesprochenen Pigmente und noch etwas Deko wie Grässer.

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen meines ersten Beitrages und könnt mir Feedback hinterlassen damit ich das nächste Projekt noch besser präsentieren kann! Bis dahin verabschiede ich mich und wünsche euch frohes pinseln! -Jakub

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